Pädagogische Arbeit

Sprachgetrennter Unterricht nach kantonalem Rahmenlehrplan bzw. Internationalem Curriculum.

Sprachvermittlung gemäss Ausschlussprinzip: Unterrichtssprachen sind während des Unterrichtes entweder Hochdeutsch oder Englisch.

Mittagszeiten und Randzeiten sind auch Bildungszeiten zur Förderung der Selbst- und Sozialkompetenzen.

Erlebnisse in und mit der Natur (Waldtage, Ausflüge zu jeder Jahreszeit, Spielplatzgestaltung).

Spezial- und Ferienwochen: Vertiefung und Abwechslung bei gleichzeitiger Ferienbetreuung.

Eintrittsalter

Es gibt zwei Eintrittsdaten pro Schuljahr.

Zu Beginn des Schuljahres im August sowie auf den Beginn des zweiten Semesters des Schuljahres im Februar.

Kinder, die per 31. Juli 4 Jahre alt sind: Kindergartenberechtigt per August.
Kinder, die per 31. Oktober 4 Jahre alt werden: Eintritt ist abklärungspflichtig.

Kinder, die per 31. Januar 4 Jahre alt sind: Kindergartenberechtigt per Februar.
Kinder, die per 30. April 4 Jahre alt werden: Eintritt ist abklärungspflichtig.

Voraussetzungen

Jedes kindergartenberechtigte Kind muss zudem folgende Voraussetzungen erfüllen:

.... das Kind trägt keine Windeln mehr und geht selbständig auf die Toilette
.... es zeigt eine gute Aufmerksamkeitsspanne auch alleine (ohne ständige Ermutigung)
.... es kann eine gewisse Zeit still sitzen und zuhören
.... es benötigt keinen Mittagsschlaf mehr.

Englisch als Zweitsprache

Der spielerische Umgang mit mehreren Sprachen, insbesondere bei uns mit Deutsch und Englisch, nutzt die Vorteile der frühkindlichen Lernfähigkeit. Damit die Kinder eine solide Grundlage haben, werden die Unterrichtssequenzen im Kindergarten je zu 50% in Deutsch (inklusive Hochdeutsch) und in Englisch gehalten. Die Personen, welche die eine oder andere Sprache unterrichten, müssen einen muttersprachlichen Hintergrund dieser Unterrichtssprache mitbringen. Es gilt der Grundsatz des „one person one language“ sowie das Ausschlussprinzip innerhalb der jeweiligen Lektion. So lernen die Kinder schneller, effizienter und vor allem auch qualitativ richtig.

Turnen und Sport

Bewegung und kognitive Lernfähigkeit sind sehr eng verknüpft und versprechen längerfristig die besten Erfolge in der Ausschöpfung der jedem Kind eigenen Potenziale. Ein gesunder Körper beflügelt den Geist, fördert Konzentrationsfähigkeit und auch die Resilienz.
In den Unterricht werden deshalb immer wieder grobmotorische Sequenzen eingebunden, tägliche Bewegungsaktivitäten auf dem Spielplatz und im Freien sind garantierter Bestandteil des Programms. Pro Woche sind für die Kinder zwei Lektionen à mindestens 45 Minuten Sport in einer grossen Turnhalle mit Geräten im Stundenplan vorgesehen. Die Zuteilung der Turnhallen durch die Gemeinde kann dazu führen, dass Kinder des obligatorischen Kindergartens verpflichtet sind, den entsprechenden Tag zu besuchen.
Zusätzlich sind Ausflüge zur sportlichen Betätigung, im Sommer und Winter, fixer Bestandteil der Aktivitäten.

Grundsatz der Wertfreiheit

Das Big Bear House ist eine neutrale Institution, welche keine Wertung über die Lebensformen der Kinder und deren Familien ausübt. Zudem ist das Big Bear House unabhängig von pädagogischen Ideologien und ist ausschliesslich den Inhalten und Vorgaben des kantonalen Kindergartenlehrplanes verpflichtet.

Die Wahrung der religiösen und psychologischen Integrität ist vollumfänglich gewährleistet und religiöse Eigenheiten werden respektiert, sofern sie nicht in Konflikt mit den Vorgaben des obligatorischen Kindergartenprogrammes stehen. (z.B. alle Pflichtlektionen, Turnen etc.)

Aufnahme und Abklärungen

Der Tageskindergarten Big Bear House ist nicht integrativ sondern für Kinder mit normaler Begabung und ausschliesslich für Kinder, welche die Voraussetzungen für den Besuch des Regelkindergartens erfüllen. Das Big Bear House kann keine Kinder aufnehmen, die Defizite ausserhalb der Norm oder Behinderungen haben. Die Unterrichtspersonen können im Vorfeld zur Abklärung hinzugezogen werden, ob eine Aufnahme möglich ist. Stellen die Lehrpersonen während des Unterrichts Auffälligkeiten fest, suchen sie das Gespräch mit den Eltern und schlagen eine Abklärung beim zuständigen Schulpsychologischen Dienst des Kantons Zug vor. Wünschen die Eltern keine Abklärung, kann das Big Bear House dennoch die Weiterbetreuung kündigen, sofern die verantwortlichen Lehrpersonen zum Schluss kommen, dass das Kind eine ergänzende Sonderbetreuung benötigt, die im Big Bear House nicht angeboten werden kann.

Programme während der unterrichtsfreien Zeit

Während eines Kalenderjahres sind im Kindergarten 11 Wochen unterrichtsfrei. Diese Ferien sind aus pädagogischer Sicht in jedem Kindergarten sinnvoll, da die Kinder mehr Abwechslung und Erholungszeit brauchen als Erwachsene. Während 9 der 11 unterrichtsfreien Wochen wird im Big Bear House aber dennoch die volle Betreuung der Kinder garantiert, da die Eltern am Arbeitsplatz nicht ebenso viele Ferienwochen beziehen können.

Ausser in den Frühlingsferien entsprechen die Schulferien dem Kantonalen Zuger Ferienplan für die öffentlichen Schulen. Die Frühlingsferien richten sich nach den Osterfeiertagen (jeweils Karwoche und Osterwoche). Die Sommerferien enden 2 Wochen vor den kantonalen Sommerferien. Von den 11 Wochen fallen 2 Wochen auf die Betriebsferien jeweils zwischen Weihnachten und Neujahr sowie eine Woche im Sommer.

Die restlichen 9 Wochen werden mit Spezialprogrammen, welche grundsätzlich freizeitlichen und nicht schulischen Charakter haben, gestaltet. Das heisst, es finden Themenwochen und Projektwochen statt, wobei das Spiel und die Freude im Vordergrund stehen. Die Programme werden teilweise in den gewohnten Kindergartenräumen und teilweise in externen Räumlichkeiten stattfinden . Einzelne Tage oder Wochen können Wahlprogramme beinhalten, sodass die Kinder das wählen dürfen, was ihnen am meisten Spass macht und worauf sie Lust haben.